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Erfassung des Brutbestandes der Eulen (Tytonidae und Strigidae)
im Stadtgebiet von Köln



Unter dem Titel „Erfassung des Brutbestandes der Eulen (Tytonidae und Strigidae) im Stadtgebiet von Köln“ werden Kenntnisse über das lokale Vorkommen von Schleiereulen und Eigentliche Eulen gewonnen (hier: Stein- und Waldkauz sowie Waldohreule und Uhu).

Die untersuchten Arten sind allesamt streng geschützt. Leider ist das Wissen über Vorkommen und Bestände im Großraum Köln jedoch unzureichend. Die vorhandenen Erkenntnisse sind nicht publiziert und damit nicht frei verfügbar, und es gibt daneben auch auffällige Kenntnislücken. Während der Steinkauz in der Kölner Bucht noch ein Dichtezentrum hat, kann der Uhu hierzulande erst wieder seit umfangreichen Wiederansiedlungsmaßnahmen angetroffen werden. Die Rechercheergebnisse von Kathrin Schidelko, Dr. Andreas Skibbe und Darius Stiels liegen nun vor.

Aus dem Vorwort:
Eulen gehören wohl zu den in der breiten Öffentlichkeit bekanntesten Vogelgruppen. Sie gelten in der griechischen Mythologie als Symbole der Weisheit (im antiken Griechenland Vögel der Göttin Athene, in Rom die Vögel der Minerva). Die nächtliche Lebensweise zahlreicher Arten übt darüber hinaus eine besondere Faszination für viele Menschen aus. Die damit verbundene Schwierigkeit, insbesondere in früheren Zeiten, Details über die Biologie und Ökologie dieser Vögel zu erfahren, hat jedoch sicherlich auch dazu beigetragen, dass sich die öffentliche Wahrnehmung von Eulen über die Jahrhunderte wandelte. Während des Mittelalters wurden Eulen immer mehr zu Symbolen des Bösen, Unglücksvögeln und Künder des Todes (vgl. Lieckfeld & Straaß 2002). Bis heute untermalt der Balzgesang des Waldkauz (Strix aluco) spannende Stellen in Kriminalfilmen (Rüter & Palmer 2012). Eine der Ursachen, die zum „Negativ-Image“ der Eulen beigetragen haben kann, mag im Verhalten des Steinkauzes (Athene noctua) begründet sein. Steinkäuze leben oft in unmittelbarer Nähe zum Menschen und jagen nachts Großinsekten im Lichtschein menschlicher Behausungen. Lautäußerungen des Steinkauzes („ku-witt“), die vor hell erleuchteten Kranken- oder Sterbezimmern jagten, wurden wohl als „Komm mit!“ gedeutet, und der Ruf des Totenvogels war geboren. Heute genießen Eulen hoffentlich einen besseren Ruf, so fanden sie in jüngerer Zeit positiv besetzt ihren Weg in moderne Sagen (vgl. die Schneeeule Bubo scandiacus „Hedwig“ aus den Harry-Potter-Romanen).
Auch sehr viel nüchterner betrachtet lässt sich die Faszination, die Eulen ausüben, kaum bestreiten. Viele Ornithologen kümmern sich in speziellen Arbeitsgruppen um „ihre“ Eulen (vgl. z.B. Breuer 2014 bzw. www.egeeulen.de, letzter Zugriff 29.09.2015, Wiesner 2014). Eulen gelten als…



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