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Wiederansiedelung von Luchsen im Pfälzerwald
 
Große, zusammenhängende und vor allem strukturreiche Wälder dienen dem Eurasischen Luchs (Lynx lynx) als Lebensraum. Ursprünglich besiedelten die Tiere alle größeren Wald- und Waldsteppengebiete im nördlichen und mittleren Eurasien. Die gezielte Verfolgung durch den Menschen und die Übernutzung der Wälder führten dazu, dass der Luchs in Mittel- und Westeuropa fast vollständig ausgerottet wurde.

Da Luchse ein konservatives Ausbreitungsverhalten zeigen, ist eine selbstständige Etablierung einer Luchspopulation im Pfälzerwald nicht zu erwarten. Die ersten Luchse sollen im Frühjahr 2016 ausgewildert werden. Zur Vermeidung von Inzucht werden je zehn wilde Luchse aus den Karpaten und dem Schweizer Jura gefangen und umgesiedelt. Um die Luchse anfänglich zu orten und zu identifizieren. erhält jedes Tier ein GPS-Halsband und einen Chip. Die Streifgebietsgröße von Luchsen schwankt zwischen 50 km² und 400 km². Eine Studie hat ergeben, dass im waldreichen Biosphärenreservat Pfälzerwald - Vosges du Nord rund 45 Luchse leben können.

Mit der Auswilderung soll eine Teilpopulation etabliert werden, die zukünftig im genetischen Austausch mit der Teilpopulation in den Mittel- und Südvogesen und im Weiteren mit dem Schweizer Jura und den Alpen steht. Ziel ist die Bildung einer größeren und stabileren Luchs-Population. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zum Schutz und Erhalt einer Art, die in Europa nur noch in wenigen Rückzugsgebieten vorkommt und die in Zentral- und Westeuropa immer noch als gefährdet eingestuft ist.

Am Ende des Projekts wird die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft durch eine Evaluation überprüfen, ob sich Reproduktion und Ausbreitung der Population positiv entwickeln.

Mit seinen Pinseln an den Ohren, dem charakteristischen kurzen Schwanz und seinem Leben als großer Lauerjäger geht vom Luchs eine starke Faszination aus. Die HIT Umweltstiftung übernimmt die Patenschaft für zwei der Luchse und hat es dem Luchs-Team ermöglicht, ein geländegängiges Fahrzeug zu beschaffen. Wichtiges Hilfsmittel, um die begleitenden Forschungs- und Monitoring-Arbeiten im Pfälzerwald erfolgreich umsetzen zu können.

Für weitere Informationen zum Projekt und dieser heimlich lebenden Katze besuchen Sie die Seite des LIFE Luchs-Projektes: www.luchs-rlp.de
Zeitraum der Förderung
seit 2015



Partner
Stiftung Natur und Umwelt RLP
Luchs-Projekt Pfälzerwald / Vosges du Nord e.V.


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