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Untersuchungen zur Erhaltung des Rebhuhns,
Stifterverband für Jagdwissenschaften e.V.



Das Rebhuhn (Perdix perdix L.) ist es ein typischer Vertreter der Feldflur. Von daher wurde es früher in der Regel auch als Feldhuhn bezeichnet. Seine "Blütezeit" hatte es zur Zeit der Kleinfelder-Wirtschaft. Es besiedelte seinerzeit nicht nur flächendeckend alle Feldgebiete, sondern kam zudem dort in zum Teil sehr hohen Populationsdichten vor. Brutpaardichten von 30 Paaren und mehr pro 100 Hektar Feldbereich waren keine Seltenheit. Dies bedeutete, dass im Herbst auf 100 Hektar Fläche mehr als 300 Rebhühner vorhanden waren…

Die Primärursachen für den Rückgang des Rebhuhns sind im Prinzip bekannt.
Anzuführen sind in diesem Zusammenhang einmal die für das Rebhuhn in den letzten Jahrzehnten eingetretenen Verschlechterungen seines Lebensraums sowie die parallel dazu erfolgte Zunahme seiner Prädatoren. Alle anderen Faktoren, die auf frei lebende Tierpopulationen noch einen mindernden Einfluss haben, wie Witterung, Krankheiten usw., spielen als Ursache für den Rückgang des Rebhuhns nur eine  untergeordnete Rolle…

Für die zur Erhaltung des Rebhuhns notwendige bzw. unumgängliche Verbesserung der Brut- und Aufzuchtbedingungen, die auf Grund des Fortschreitens der Feldschlagvergrößerungen weiterhin immer schlechter werden, müssen mithin Alternativen angedacht und untersucht werden. Als eine mögliche und durchaus realistische Alternative hierfür bietet sich die Verbreiterung der Fahrgassen in den Getreidefeldern an, die für das Ausbringen von Pflanzenschutzmittel und Flüssigdünger bei der Einsaat jeweils ausgespart werden…

Eine Verbreiterung dieser Fahrgassen um jeweils zwei Saatreihen könnte nämlich durchaus zumindest ansatzweise eine ähnlich positive Wirkung haben wie die vorstehend beschriebenen Schwarzbrachestreifen, und zwar dürfte es auf diese Weise zu analogen bewuchsfreien Zonen im Feldbereich kommen, auf denen sich die Rebhuhnküken sonnen und hudern können und auf denen sie die für sie existentiell notwendigen Insekten finden…

Wenngleich sich diese Frage nicht beantworten ließ, da die betreffenden Rebhuhnpaare nicht lange genug überlebten, sondern relativ schnell durch Prädation verloren gegangen sind, war die Untersuchung nicht völlig ergebnislos. Sie hat nämlich zu aufschlussreichen Einblicken in die Verlustrate von ausgesetzten Rebhühnern sowie in die Situation der Insekten auf mit Biogas-Rückständen gedüngten Getreideschlägen geführt. Es wurden dort nämlich im Vergleich zu konventionell gedüngten Feldschlägen extrem wenige Insekten angetroffen…



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